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SCHADEN UND WERTMINDERUNG

Nach Beschädigung eines Kunstwerks werden im Versicherungsgutachten oder Gerichtsgutachten Schadensumfang, Restaurierungskosten und Wertminderung nach Restaurierung ermittelt.

Die BeschreibungDamage der reinen Materialbeschädigung gibt jedoch nur wenig Auskunft über die tasächliche Tragweite und Bedeutung eines Schadens für ein Kunstwerk.

Kunst definiert sich über die Dualität von Material (material use) und Wertschätzung (appreciation as artwork) eines Objekts als Kunstwerk. Ein Schaden kann beide Aspekte nachhaltig verändern. Diese Veränderung von Material und Wertschätzung hat, wenn bekannt, eine direkte Auswirkung auf die Preisbildung und die Marktchance bei Verkauf. Das Kunstwerk ist damit nach dem Schaden und der Restaurierung weniger Wert. Wie hoch die monetäre Wertminderung ist und mit welchem Ausgleich der Eigentümer rechnen kann, kann nachvollziehbar und transparent begründet werden.

MATERIELLE UND IMMATERIELLE SCHADENSASPEKTE

Bei der Benennung der Wertminderung nach Restaurierung wird zunächst die individuelle Bedeutung des Schadens für das Kunstwerk durch Untersuchung und Einzelbewertung verschiedener materieller und immaterieller Schadensaspekte ermittelt.

Die Schadensaspekte umfassen z.B. die „Lage des Schadens in der Komposition“, die „Beeinträchtigung der technischen und der zugewiesenen Funktion“, die „Restaurierbarkeit“ und die „Beeinträchtigung der künstlerischen Leistung“ um nur einige zu nennen.

Diese definierbare individuelle Bedeutung des Schadens bildet die Basis zur Argumentation der prozentualen Wertminderung des Kunstwerks nach Restaurierung.