Radiographie, XR, Röntgenuntersuchung

Radiographie, XR, Röntgenuntersuchung

Verwendetes Spektrum 10 nm (weiche Röntgenstrahlung) bis ca. 5 pm (harte Röntgenstrahlung)

Mit der Radiographie, also der Röntgenaufnahme, kann ein Kunstwerk „durchleuchtet“ werden. Da beim Kunst- und Malmaterial unterschiedliche Dichten bzw. Absorptionen von Röntgenstrahlen vorliegen, werden Informationen über die technische Konstruktion, malerische Veränderungen in der Komposition (auch Pentimenti, Reuezüge), Übermalungen, spätere Bearbeitungen und Schäden sichtbar gemacht.

Abb2Neu
Aus Privatbesitz, unbekannter Maler, „Vera Icon“, Anfang 20. Jh., Kopie nach einem Nachfolger von Jan van Eyck (1390-1441), Ölfarbe auf Schichtholztafel (Foto: Dr. Pracher)

Dichtere Materialien erscheinen auf dem Röntgenbild heller. Holz, Nägel/Schrauben, Hohlräume aber auch Malschichten zeichnen sich als Struktur ab. Das wichtigste Weißpigment der Malerei bis zum Anfang des 20. Jhs. war Bleiweiß. Bleiweiß, Blei-Mennige, Zinnober,  Neapelgelb und Chromgelb haben eine hohe Röntgenabsorption. Sie erscheinen auf den Röntgenbildern somit als helle Struktur. Der Einsatz und die Verwendung von Farben sind bei jedem Künstler charakteristisch. Durch Vergleich mit anderen untersuchten Werken kann Rückschluss auf den Künstler und somit auch auf die Echtheit gezogen werden.
Abb3Neu
Digitale Radiographie. Erkennbar sind die Fugen und die Holzmaserung der Tafel. Bereiche der Malschicht, die mit Bleiweiß ausgemischt wurden, sind als helle Struktur sichtbar. Weiße und graue Punkte sind Ausbrüche der Malschicht, die mit Kittmaterial aus Kreide und Bleiweiß geschlossen und dann retuschiert wurden. (Quelle: Dr. Pracher/Dr. Thevis)

 

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Christian Schad (1894-1982): Schadographs and Ripolinreliefs

Christian Schad (1894-1982) – The DADA years in Zurich and Geneva – Schadographs and Ripolinreliefs

In 1919, shortly after his Schadograph photograms, ChristianSchad (1894-1982) made a set of material collages in Geneva, the center of the DADA movement back then. Like Picasso, he used Ripolin house paint as colorant.
The poster was a contribution to the 2011 conference „From Can to Canvas, Early uses of house paints by Picasso and his contemporaries in the first half of the 20th century“, Marseille.

Schad Ripolin
Dr. Pracher’s Poster for the conference „From Can to Canvas, Early uses of house paints by Picasso and his contemporaries in the first half of the 20th century“, Marseille, 2011. (Click for larger view)

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