Non Fungible Token

HenOrion, “We had to leave our homes…
So welcome home..:)”, 2021, X/15, minted on Tzezos-blockchain, B+P Cryptoart Collection.

Non Fungible Token

Non Fungible Token sind zu einer ernstzunehmenden Größe auf dem Kunstmarkt geworden. Dabei handelt es sich um digitale Files wie Bilder, kurze animierte Gifs oder Videos, die mit einem blockchainbasierten, unveränderbaren Datensatz verbunden sind (im Weiteren nur als NFTs bezeichnet). Der technische Prozess, bei dem ein NFT an ein digitales Werk gebunden wird, wird „minting“ genannt. Durch diese Unveränderbarkeit des Tokens, sind sie handelbar, können gekauft und verkauft werden. Es gibt singuläre Kunstwerke, aber auch Editionswerke.

Betrachter und Eigentümer

Anders als bei traditionellen Kunstwerken kann das originale Kunstwerk betrachtet, geteilt, gestreut und gedownloaded werden. Die Verbreitung wird sogar begrüßt, da die Bekanntheit den Wert steigern kann. Das Kunstwerk ist also für alle verfügbar, tatsächlicher Eigentümer ist aber nur eine Person, der nachweisliche Käufer (oder eben der Künstler/Künstlerin). Eine interessante Eigenschaft der NFTs ist, dass der Künstler bei jedem erneuten Verkauf seines Werks mit einem gewissen Prozentsatz am Handelserlös beteiligt ist. Neben dem Primärmarkt, also dem direkten Verkauf durch den Künstler, existiert somit ein Sekundärmarkt, auf dem bereits gehandelte Werke verkauft werden.

NFT Markt

NFTs werden auf Handelsplattformen wie www.rarible.com, www.foundation.app, www.superrare.co, www.opensea.io oder www.hicetnunc.art ausgestellt und gehandelt. In zeitbasierten Auktionen werden Gebote abgegeben oder Sofortpreise akzeptiert. Gekauft wird meist mit Kryptowährungen wie ETH (Ethereum) oder XTZ (Tezos), je nachdem, in welcher Blockchain der Token eingebettet ist. Durch die starken Schwankungen der Kryptowährungen schwankt auch der Wert des geforderten Preises (!). Auf diesen Plattformen sind sowohl Sammler als auch Künstler mit eigenen Profilen präsent. Die geschaffenen und gehandelten Kunstwerke werden auf den Profilen gezeigt. Es kann so für jedes Kunstwerk nachvollzogen werden, wer der Künstler und der aktuelle Eigentümer ist, wann es gehandelt wurde und wer (!) Gebote in einer Auktion abgegeben hat. Es entsteht dadurch einerseits eine transparente Nachvollziehbarkeit und Provenienz, andererseits aber eine Intransparenz, da nur mit Profilnamen, nicht aber mit Klarnamen agiert wird. Wer der eigentliche Künstler, Bieter und Käufer ist, bleibt im Dunkeln.

Weiterführende Informationen=>Wertbildende Kriterien für NFTs / Kryptokunst

Kontakt: pracher@kunst-gutachter.de